Leider hat man mit solchen Dummies nicht immer solche Freude. Mir ist nämlich letzte Woche jemand hinten reingerast, der bei regennasser Fahrbahn neben einem Spielplatz so schnell fuhr, dass er nicht mehr halten konnte, als ich zwei Kinder an einer Verkehrsinsel über die Straße ließ. Normal halte ich da ja auch nicht, denn es ist ja kein Zebrastreifen, sondern nur eine Übergangshilfe. Aber bei Kindern halte ich dann doch, weil sie im Zweifel doch einfach rüber laufen und ich dann zwei Kinder plattgefahren habe. Jedenfalls darf ich mich jetzt mit der Unfall-Instandsetzung rumplagen. Auch, wenn der Kerl mir die Kosten für die Unfall-Instandsetzung ersetzen wird, ist es doch immer ein großer Ärger rund um die Unfall-Instandsetzung! Das Team bei der Unfall-Instandsetzung macht die Arbeit super und auch der Leihwagen ist schön, aber trotz allem, kostet das hin und her mit der Unfall-Instandsetzung auch immer Zeit, man muss telefonieren, sitzt bei der Auftragsannahme rum und muss hin- und herfahren, um den Wagen abzugeben und abzuholen. Diese zusätzliche Zeit, die man für die Unfall-Instandsetzung aufbringen muss, bekommt man natürlich vom Unfallverursacher nicht entschädigt. Da denken alle, was beschwerst du dich, du kriegst die Unfall-Instandsetzung doch bezahlt. Aber sie übersehen dabei vollkommen, dass auch das Zeit kostet, die ich sonst beim Sport oder mit dem Lesen eines Buches verbringen könnte!
Wer lesen kann…
Dabei stand auf einem Schild direkt neben der Öffnung des Pfandflaschen-Automaten, dass die Flaschen nur mit dem Flaschenboden zuerst in den Automaten gegeben werden dürfen. Das ganze war auch noch für die Analphabeten unter uns mit Bildchen versehen, auf denen eine Flasche mit den Boden zuerst und einem grünen Häkchen und mit dem Kopf vorneweg und einem roten Kreuz abgebildet war. Aber die Dummheit dieser Frau war mein Glück. Sie stellt nämlich alle Flaschen, die der Apparat nicht annahm wutentbrannt neben den Automaten und ging. So konnte ich ihr Pfand gleich noch mitkassieren.
Survival of the fittest
Die vor mir kamen allerdings nicht auf die Idee, die Kaffeedüse kurz wieder hoch zu stellen. Nein, einer nach dem anderen hielt die Kaffeetasse schräg darunter und gucke zu, wie die Hälfte überlief. Bin ich da jetzt zu streng, wenn ich von einem, der Abitur haben will, studiert und künftig zur Elite in Deutschland zählen will, erwarte, dass er auf die Idee kommt, die Düse hochzustellen? Als ich dann an der Reihe war, schob ich mit einem Fingergriff die Düse nach oben und konnte wunderbar meine Tasse darunter stellen. Die Blicke derer, die vor mir gescheitert waren, grenzten dabei an schiere Fassungslosigkeit und Erstaunen und Respekt. Als ob ich das Rad erfunden hätte! Aber solche Leute finden sich an jeder Ecke. Neulich stand ich im Supermarkt hinter einer Frau, die ihre Pfandflaschen in den Automaten geben wollte und kläglich scheiterte. Sie schob alle Pfandflaschen mit dem Kopf zuerst hinein.
Zu blöd zum Geradeauslaufen!
Es gibt wirklich Situationen, in denen du dich schon fragst, wie zum Teufel haben diese Leute es überhaupt geschafft, morgens aus der Haustüre zu kommen? Hatten die ein Navi-Gerät? Alleine hätten die es nämlich niemals geschafft. Eine solche Situation hatte ich heute in der Uni und ich bekam wirklich so meine Zweifel, ob das deutsche Bildungssystem auch genug aussortiert oder ob da nicht doch welche weiterkommen, die es eigentlich nicht sollten! Ich stand also in der Schlange vor dem Kaffeeautomaten und durfte beobachten, wie die vor mir, und zwar alle, ihre Tassen schräg unter die Kaffeedüse hielten, weil diese – wahrscheinlich von einem Espresso-Trinker – heruntergeschraubt war. Da nun aber die Menge für Kaffee und Espresso in der Maschine schon programmiert ist, hört die Maschine natürlich nicht auf, zu laufen, wenn die schräg darunter gehaltene Tasse überläuft, sondern erst, wenn die vorgesehene Menge auch abgegeben wurde. So passierte denn auch, was passieren musste und der Kaffee lief über.